Jagdprüfung.de
Lexikon
Jagdpraxis·Mittlere Prüfungsrelevanz

Tagespirschen

Pirsch am Tage unter Nutzung von Licht, Gelände und Deckung.

Tagespirschen bezeichnet die Pirsch während des Tages und ist keine eigene Jagdart. Sie stellt andere Anforderungen als Dämmerungs- oder Nachtansitze, weil Sicht, Wind und Entdeckungsgefahr anders zusammenwirken.

Besonderheiten bei Tag

Am Tage sieht der Jäger weiter, wird aber auch selbst leichter erkannt. Schattenwurf, Sonnenstand und Geländeübergänge spielen deshalb eine große Rolle. Gutes Tagespirschen ist leise, windbewusst und geduldig.

Wann die Methode passt

Tagespirschen kann sinnvoll sein, wenn Wild tagsüber aktiv ist oder in offenem Gelände sicher beobachtet werden kann. In stark beunruhigten Revieren oder bei ungünstigem Wind wird es dagegen schnell unerquicklich. Der Begriff ist lehrreich, weil er zeigt, dass Pirsch eine situationsabhängige Kunst bleibt.