Sichtfeld
Durch optische Geräte (Fernglas, Zielfernrohr) sichtbarer Geländestreifen; angegeben in Metern auf 100 m.
Das Sichtfeld beschreibt die Breite des durch ein optisches Gerät (Fernglas, Zielfernrohr, Spektiv) auf eine bestimmte Entfernung sichtbaren Bereichs. Bei Jagdoptik wird das Sichtfeld typischerweise in Metern auf 100 m Entfernung oder in Winkelgrad angegeben. Ein breites Sichtfeld ist vorteilhaft bei der Beobachtung beweglichen Wildes; ein schmales Sichtfeld erlaubt höhere Vergrößerung.
Optische Grundlagen
Das Sichtfeld (auch Gesichtsfeld oder Bildfeld) ist der Winkelbereich, der durch die Optik abgebildet wird. Es berechnet sich: Sichtfeld [m/100m] = 2 × tan(halber Öffnungswinkel) × 100. Bei einem 10x42-Fernglas mit 6° Öffnungswinkel ergibt sich ein Sichtfeld von ca. 105 m/1000 m oder 10,5 m/100 m. Für Zielfernrohre gilt: Niedriger Vergrößerungsbereich (z.B. 2,5x) hat breites Sichtfeld für Bewegungsjagd; hoher Vergrößerungsbereich (z.B. 12x) hat schmales Sichtfeld für Langdistanzbeobachtung.
Bedeutung für Wildbeobachtung und Jagd
Ein breites Sichtfeld erlaubt schnelles Auffinden und Verfolgen von sich bewegendem Wild. Bei der Drückjagd, bei der Wild aus dem Einstand bricht und schnell quer läuft, ist ein variabler Vergrößerungsbereich (z.B. 1,5–6x) mit breitem Sichtfeld bei niedriger Vergrößerung vorteilhaft. Bei Pirsch und Ansitz auf große Entfernungen ist höhere Vergrößerung und reduziertes Sichtfeld ausreichend. Abbildungsschärfe am Rand des Sichtfeldes (Randschärfe) ist ein Qualitätsmerkmal guter Jagdoptik.
Prüfungswissen
Sichtfeld und Optikauswahl können in der Jägerprüfung im Bereich Waffenkunde und Optik abgefragt werden. Merke: Sichtfeld = Breite des sichtbaren Geländestreifens; angegeben in m/100m oder m/1000m oder in Grad. Je höher die Vergrößerung, desto schmaler das Sichtfeld. Für Drückjagd: niedriger Vergrößerungsbereich, breites Sichtfeld. Für Ansitz auf weite Entfernungen: höhere Vergrößerung zulässig.
Verwandte Begriffe