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Lexikon
Jagdpraxis·Mittlere Prüfungsrelevanz

Schirm

Mobiles Tarnversteck für den Ansitz; ermöglicht Deckung ohne festen Hochsitz.

Der Schirm (auch Tarnschirm, Ansitzschirm) ist ein mobiles Versteck aus Naturmaterialien oder künstlichen Tarnmaterialien, das der Jäger aufstellt, um sich beim Ansitz oder der Pirsch zu verbergen. Er bietet Sichtschutz ohne die Notwendigkeit eines festen Hochsitzes und ist besonders bei Kirrjagd, Drückjagd und der Jagd in offenem Gelände nützlich.

Arten und Konstruktion

Schirme gibt es in verschiedenen Ausführungen: Naturschirme werden spontan aus Ästen, Zweigen, Laub und Gras errichtet; Kunstschirme bestehen aus Tarnnetzen, bedruckten Stoffen oder Tarnfolien auf leichten Gestellen. Pop-up-Schirme (selbstöffnende Tarnzelte) sind besonders bei der Ansitzjagd auf Wasserwild und Wildgänse verbreitet. Wichtig: Der Schirm muss in das natürliche Umfeld eingepasst sein; Kontur, Farbe und Geruch sollen nicht auffallen.

Einsatz in der Jagdpraxis

Der Schirm wird an Stellen errichtet, wo kein Hochsitz vorhanden ist, aber regelmäßig Wild erwartet wird: an Kirrungen, Wildwechseln, Gewässerufern oder Einständen. Er bietet Vorteil gegenüber freestanding-Ansitz (kein optischer Alarm durch den Jäger), ist jedoch windseitig zu beachten (Geruchswarnung). Bei Drückjagden werden Schirme an festen Strecken aufgestellt, um Schützen zu verbergen und gleichzeitig den Schussbereich einzuschränken (Sicherheit).

Prüfungswissen

Der Schirm als Tarnmittel kann in der Prüfung im Kontext von Ansitzmethoden, Drückjagd oder Sicherheit abgefragt werden. Merke: Auch hinter dem Schirm gelten alle Sicherheitsregeln – klarer Kugelfang, sicheres Ansprechen, kein Schuss in unklares Gelände. Ein Schirm ersetzt nicht die jagdliche Sorgfalt. Er verbessert Tarn, aber nicht Sicherheit oder Schussleistung.