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Lexikon
Jagdpraxis·Niedrige Prüfungsrelevanz

Hochdruckgebiet

Wettersystem mit hohem Luftdruck; günstige Jagdwitterung durch ruhige, klare und windstille Bedingungen.

Ein Hochdruckgebiet bringt stabiles, klares und oft ruhiges Wetter. In der Jagdpraxis gilt es als besonders günstige Witterung, da Wild bei solchem Wetter aktiver und besser vorhersehbar ist. Ruhige Windverhältnisse erleichtern die Pirsch, klare Luft verbessert die Sicht.

Definition

Ein Hochdruckgebiet (Antizyklone) ist ein Wettersystem mit erhöhtem Luftdruck im Zentrum, von dem aus die Luft nach außen abfließt. Es bringt typischerweise ruhige Windverhältnisse, gute Sicht, wenig Niederschlag und im Sommer Hitze, im Winter Frost und Nebel. Der Luftdruck wird in Hektopascal (hPa) gemessen; Hochdruck liegt über ca. 1013 hPa.

Jagdpraktische Bedeutung

Jäger schätzen Hochdruckwetter für: ruhige Windverhältnisse (erleichtert Pirsch und Ansitz), gute Sichtverhältnisse (Ansprechen aus größerer Distanz), günstige Wildaktivität (Wild ist bei stabilem Hochdruckwetter regelmäßiger und aktiver). Im Herbst (Hochdrucklage + Bodenfrost) sind Wildstände oft besonders vorhersehbar.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Hochdruckgebiet = günstige Jagdwitterung. Merke: Ruhige Winde, gute Sicht, vorhersehbares Wild. Tiefdruckgebiet = ungünstig (Sturm, Regen, unruhiges Wild). Bei fallendem Luftdruck (aufziehendem Tief) wechselt Wild häufig intensiv in die Äsung (Fressgier vor dem Wetterwechsel) – jagdlich nutzbar.