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Lexikon
Jagdpraxis · Jägersprache·Mittlere Prüfungsrelevanz

Hetzjagd

Jagdmethode, bei der Wild durch Hunde aktiv verfolgt und gestellt wird; in Deutschland stark eingeschränkt.

Die Hetzjagd ist eine historische Jagdmethode, bei der Wild durch Meuten von Hunden aktiv gejagt und gestellt wird. In ihrer traditionellen Form als Parforcejagd ist sie in Deutschland kaum noch zulässig. Moderne Varianten (Brackenjagd, Stöbern) sind unter strikten tierschutzrechtlichen Auflagen erlaubt.

Definition

Die Hetzjagd bezeichnet eine Jagdmethode, bei der Wild durch eine Meute von Jagdhunden aktiv verfolgt wird, bis es gestellt oder erschöpft ist. Historisch wurde sie als Parforcejagd mit Hunden zu Pferde gegen Hirsche und Wildschweine ausgeübt. In Deutschland ist diese Form der Jagd durch das Tierschutzgesetz (unnötiges Leiden) stark eingeschränkt.

Rechtliche Einordnung

Die klassische Hetzjagd bis zur Erschöpfung des Wildes widerspricht § 17 TierSchG (Verbot unnötigen Leidens). Zulässig sind jedoch Jagdmethoden, bei denen Hunde Wild aufstöbern und stellen, ohne es bis zur Erschöpfung zu hetzen (Stöbern, Brackenjagd). Die Brackenjagd (Jagd mit Bracken auf Hasen und Füchse) ist unter Auflagen erlaubt.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Hetzjagd als historische Jagdform. Merke: Klassische Hetzjagd bis zur Erschöpfung = tierschutzwidrig. Zulässig: Brackenjagd (Aufstöbern und kurzes Jagen von Hasen/Fuchs). Parforcejagd = historische Form der Hetzjagd zu Pferde. Die moderne Nachsuche mit Schweißhund ≠ Hetzjagd.