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Lexikon
Waffenkunde·Mittlere Prüfungsrelevanz

Gewehrpflege

Regelmäßige Reinigung, Schmierung und Kontrolle einer Jagdwaffe zur Sicherheit und Funktionserhaltung.

Die Gewehrpflege umfasst alle Maßnahmen zur Reinigung, Schmierung und Kontrolle einer Jagdwaffe. Sie ist Teil der sicheren Waffenaufbewahrung nach Waffengesetz, dient der Betriebssicherheit und verlängert die Lebensdauer der Waffe. Nachlässige Gewehrpflege kann zu gefährlichen Fehlfunktionen führen.

Definition

Die Gewehrpflege bezeichnet die systematische Reinigung und Wartung einer Jagdwaffe. Sie umfasst: Reinigen des Laufs (Pulverrückstände, Kupferauflagen), Reinigen von Kammer und Verschluss, Schmieren der beweglichen Teile, Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen und Pflege des Schaftes. Nach jedem Einsatz sowie nach Nässe und Kälte ist eine Pflege unerlässlich.

Praktische Durchführung

Zur Grundausrüstung gehören: Reinigungsstock (Wischer), passende Laufbürsten (Kupfer, Nylon), Reinigungspatches, Lauf- und Waffenpflegeöl. Der Lauf wird stets von der Kammer aus gereinigt, um Beschädigungen am Mündungsbereich zu vermeiden. Geschützte Aufbewahrung im Waffenschrank beugt Rostbildung vor. Mindestens einmal jährlich ist eine Inspektion durch einen Büchsenmacher empfehlenswert.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Gewehrpflege ist Teil der Waffenkunde. Merke: Lauf immer von der Kammer aus reinigen. Vor der Reinigung Waffe sichern und entladen. Regelmäßige Pflege ist Teil der verantwortungsvollen Waffenaufbewahrung nach § 36 WaffG.