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Lexikon
Waffenkunde·Mittlere Prüfungsrelevanz

Armbrust

Spannwaffe, die kurze Pfeile oder Bolzen verschießt.

Die Armbrust ist eine historische Schusswaffe im weiteren technischen Sinn, die einen Bolzen durch gespeicherte Spannenergie verschießt. Im modernen deutschen Jagdwesen spielt sie praktisch keine Rolle und wird vor allem im Rahmen der Waffen- und Jagdrechtskunde als Abgrenzungsbegriff behandelt.

Aufbau

Eine Armbrust besteht aus einem Schaft, einem Wurfarm, einer Sehne, einer Spann- und einer Abzugseinrichtung. Anders als beim Bogen bleibt die Spannenergie bis zur Schussabgabe mechanisch gespeichert. Als Geschoss dient kein klassischer Pfeil, sondern in der Regel ein kurzer Bolzen.

Wirkungsweise

Die Armbrust arbeitet leiser als eine Feuerwaffe, erreicht aber deutlich geringere Geschossgeschwindigkeiten und andere ballistische Eigenschaften als Büchse oder Flinte. Reichweite, Präzision und Durchschlagsverhalten hängen stark von Bauart und Spanngewicht ab. Für die jagdliche Beurteilung ist wichtig, dass sie technisch völlig anders funktioniert als eine Schusswaffe mit Pulverladung.

Bedeutung im Jagdwesen

In der deutschen Jagdpraxis ist die Armbrust kein übliches Jagdmittel. Fragen dazu tauchen vor allem im Prüfungszusammenhang auf, wenn Waffenarten abgegrenzt oder rechtliche Grundlagen erklärt werden sollen. Entscheidend ist: Jagdlich relevant sind hierzulande in erster Linie die zugelassenen Feuerwaffen und die dazugehörigen Vorschriften.

Häufige Verwechslung

Die Armbrust verschießt Bolzen und arbeitet mit Spannenergie; ein Pfeilbogen funktioniert anders und ist ebenfalls nicht mit der Feuerwaffe zu verwechseln.